Übersetzen – Hochschulberuf

Überblick

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Das Berufsfeld der Sprach- und Kulturmittlung entwickelt und verändert sich ständig und umfasst längst mehr als Übersetzen. Es geht jedoch immer darum, Menschen über kulturelle und andere Grenzen hinweg zu verbinden sowie Teilhabe und barrierefreie Kommunikation zu ermöglichen.

Übersetzen ist die Übertragung schriftlicher Texte, im Gegensatz dazu ist das Dolmetschen die Übertragung mündlich vorgetragener Texte.

Berufliche Chancen bieten sich in international agierenden Unternehmen und Organisationen.  Im Inland arbeiten Sprachmittlerinnen und Sprachmittler bei Unternehmen, Gerichten, Behörden, der Polizei, in Kommunen, Arztpraxen und Krankenhäusern, also überall dort, wo es um internationale Kommunikation, Teilhabe oder Integration geht.

Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten freiberuflich,  wobei in den letzten Jahren die Anzahl der Festangestellten wieder zugenommen hat.

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt verändert Aufgabenfelder und Anforderungen. Für Übersetzer/innen eröffnen sich durch neue Technologien, Verfahren oder Systeme neue Möglichkeiten:

  • Computer-Aided Translation - CAT(z.B. CAT-Tools einsetzen, um Übersetzungen zu erstellen und eine höhere Qualität und Konsistenz zu erreichen), Translation Management-Systeme, Terminologieverwaltungsysteme
  • Digitales Dokumentenmanagement - DMS(z.B. Übersetzungen über DM-Systeme verwalten, archivieren und für Auftraggeber verfügbar machen)
  • Natural Language Processing - NLP(z.B. Spracherkennungs-, Verarbeitungs- und Übersetzungssysteme zur Unterstützung des Übersetzungsprozesses heranziehen) wie: Systeme der maschinellen Übersetzung; KI-basierte Werkzeuge
  • Cloud-basierte Lösungen

 

Zugang/Anforderungen

Fachliche Anforderungen

Zugang zur Tätigkeit

Eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Berufstätigkeit ist ein Studium im Bereich Übersetzen, Translation, internationale Kommunikation, mehrsprachige Kommunikation, Translation Studies for Information Technologies oder ähnliche

Weitere Zugangsbedingungen

Nur die Berufstätigkeit als Übersetzerin und Übersetzer für Gerichte und Behörden ist reguliert. Die Übersetzung von Texten oder Verdolmetschung von Aussagen für gerichtliche, behördliche oder notarielle Zwecke erfordert im Regelfall eine Beeidigung oder Ermächtigung. Der Zugang dazu ist durch entsprechende Landesgesetze geregelt (aktuelle Regelungen siehe hier: https://www.justiz-dolmetscher.de/Recherche/de/Zulassungsvoraussetzungen

Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch kann eine Feststellung der Gleichwertigkeit den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Ein gleichwertiger Abschluss erleichtert zudem die Mitgliedschaft in einem einschlägigen Berufsverband, der Unterstützung bei der Berufstätigkeit bietet, wobei die Berufsverbände die nichtdeutschen Nachweise u.U. selbst beurteilen.

Informationen zur Feststellung der Gleichwertigkeit bietet das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: www.anerkennung-in-deutschland.de

Spezifische Weiterbildung bzw. Weiterbildungsberatung bieten die einschlägigen Berufsverbände. Zuständige Stellen für andere Weiterbildungsbereiche sind die Industrie- und Handelskammern. Die Antragstellung erfolgt über folgende zentrale Stelle:

IHK FOSA

Für ausländische Hochschulabschlüsse besteht die Möglichkeit, eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.

Für eine Tätigkeit als beeidigte/r, vereidigte/r, ermächtigte/r oder öffentlich bestellte/r Übersetzer/in und Dolmetscher/in angestrebt, gelten die oben bereits erwähnten Landesgesetze (siehe auch Rahmenvereinbarung der Kultusministerkonferenz: https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2020/2020_12_17-RV-Pruefungen_Uebersetzer-Dolmetscher.pdf).

Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:

Persönliche Anforderungen

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können.

Wichtig für den Beruf des Übersetzers

  1. Sprachenliebe und Sprachbegabung
    • Interesse an Sprachen ist die Grundvoraussetzung für den Beruf des Übersetzers.
  2. Kulturelles Interesse
    • Übersetzen bedeutet nicht nur, Worte zu übertragen, sondern auch, die Kultur und die Denkweise anderer Menschen zu verstehen. Ein starkes Interesse an anderen Kulturen und Lebensweisen hilft beim angemessenen und sinngetreuen Übertragen.
  3. Interesse an Recherche und Fachgebieten
    • Übersetzer spezialisieren sich auf Fachgebiete wie Wirtschaft, Recht, Technik, Medien oder Medizin, auf das Projekt- oder Termiologiemanagement oder auf NLP. Die Fähigkeit zu recherchieren und sich kontinuierlich fortzubilden, ist ganz wesentlich.
  4. Freude am schriftlichen Ausdruck
    • Für Übersetzer ist ein gutes Gespür für Stil, Ton, Stilebene, Sprachregister und Textstruktur sowie Kreativität im Umgang mit Formulierungen und Redewendungen unerlässlich. Dabei kommt es darauf an, Gedanken und Aussagen der Autoren genau zu analysieren und wiederzugeben.

Die Übersetzungsbranche unterliegt einem ständigen technologischen Wandel, der die Arbeit als Übersetzer zunehmend verändert. Technologische Hilfsmittel wie Computer-unterstützte Übersetzung (CAT-Tools), maschinelle Übersetzung (MÜ), Cloud-basierte Arbeitsplattformen sowie weitere Anwendungen der künstlichen Intelligenz spielen eine immer größere Rolle. Um den Anforderungen dieser digitalen Entwicklungen gerecht zu werden und konkurrenzfähig zu bleiben, sind spezifische Interessen und Fähigkeiten im technologischen Bereich unerlässlich, wobei die Anforderungen je nach Spezialisierung unterschiedlich sind. Es gibt keine Patentrezepte und Lösungen, die für alle passen. Individualität wird in diesem Beruf großgeschrieben

Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten sind gefragt:

  1. Sorgfalt und Präzision
    • Eine hohe Genauigkeit und Sorgfalt sind entscheidend, da Übersetzungen oft für rechtliche, wirtschaftliche Fragen oder den Gesundheitsschutz relevant sind. Fehler können schwerwiegende Folgen haben.
  2. Analytisches Denken
    • Übersetzungsaufgaben erfordern häufig ein tiefes Verständnis von komplexen Zusammenhängen. Texte analysieren und sinnvolle Lösungen für sprachliche und inhaltliche Herausforderungen finden – darum geht es!
  3. Selbstständiges Arbeiten
    • Übersetzerinnen und Übersetzer arbeiten oft freiberuflich oder in Projekten, bei denen sie viel Eigenverantwortung übernehmen, ihre Arbeit selbstständig organisieren und strukturiert arbeiten.

Arbeits-/Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt.

Charakteristische körperliche Anforderungen

Übersetzungen werden vorwiegend in einer Büroumgebung angefertigt. Darüber hinaus gibt es keine besonderen körperlichen Anforderungen.

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Bei bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen, die Fähigkeit zum Arbeiten am und mit Computern beeinträchtigen sind die verfügbaren Hilfsmittel im Einzelfall zu prüfen.

Tätigkeit

Arbeitsumfeld

Arbeitssituation

Die Arbeitssituation von Übersetzern ist vielseitig und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. dem Arbeitsumfeld (freiberuflich oder angestellt), dem Fachgebiet und den eingesetzten Technologien. Unabhängig vom genauen Tätigkeitsbereich erfordert die Übersetzungsarbeit jedoch immer hohe Konzentration, Präzision und die Fähigkeit, komplexe sprachliche und inhaltliche Zusammenhänge zu verstehen und wiederzugeben.

  1. Typische Aufgaben
  • Übersetzung schriftlicher Texte: Der Hauptteil der Arbeit eines Übersetzers besteht darin, Texte aus einer Ausgangssprache in eine Zielsprache zu übertragen. Dies können unterschiedliche Texte (z. B. Webseiten, Broschüren, juristische Dokumente, Computerspiele, audiovisuelle Produkte wie Filme, technische Handbücher, wissenschaftliche Artikel) sein.
  • Recherche, Terminologiemanagement
  • Projektmanagement, Datenbankpflege
  • Kulturelle und sprachliche Anpassungen: Neben der reinen Übersetzung ist es wichtig, den Text an die Kultur der Zielsprache anzupassen. Dies betrifft Redewendungen, idiomatische Ausdrücke oder auch den gesamten Tonfall eines Textes..
  • Qualitätsprüfung (Korrekturlesen/Lektorat): Ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit ist das Korrekturlesen der eigenen oder fremder Übersetzungen. Dabei wird geprüft, ob der Text nicht nur korrekt übersetzt, sondern auch stilistisch einwandfrei und grammatikalisch fehlerfrei ist. In vielen Fällen wird die Übersetzung auch von einem zweiten Übersetzer gegengelesen (Vier-Augen-Prinzip).
  • Post-Editing maschineller Übersetzung: Auch das sogenannte Post-Editing zur Arbeit von Übersetzern. Dabei werden maschinell erzeugte Übersetzungen von menschlichen Übersetzern nachbearbeitet – editiert –, um sie inhaltlich und stilistisch an die Qualitätsanforderungen anzupassen.
  1. Arbeitsbelastung und Zeitdruck
  • Die Arbeit im Übersetzungsumfeld kann je nach Auftragslage und Projekt unterschiedlich belastend sein. Nicht nur in der Freiberuflichkeit hängt die Arbeitsbelastung von der Anzahl der Aufträge und deren Umfang ab. Übersetzungen erfolgen oft unter Zeitdruck, da viele Projekte enge Deadlines haben.
  • In vielen Fällen müssen mehrere Projekte gleichzeitig betreut werden, was ein gutes Zeitmanagement erfordert. Das Verwalten von Prioritäten und das Einhalten von Abgabeterminen sind entscheidende Faktoren für den Erfolg in diesem Beruf.
  1. Zusammenarbeit mit Kunden und Kollegen
  • Kundenkontakt: Übersetzerinnen und Übersetzer arbeiten direkt mit ihren Auftraggebern zusammen, sei es bei der Klärung von inhaltlichen Fragen, der Definition des Auftragsumfangs oder bei der Anpassung an spezifische Kundenwünsche. Eine gute Kommunikation und ein professioneller Umgang mit Kunden sind daher von großer Bedeutung.
  • Teamarbeit: In größeren Projekten arbeiten Übersetzer häufig mit anderen Fachleuten zusammen, wie z. B. Lektoren, Redakteuren oder weiteren Übersetzern. Hierbei sind ein reibungsloser Austausch und eine klare Arbeitsteilung entscheidend, besonders wenn es um umfangreiche oder mehrsprachige Projekte geht.
  1. Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel Arbeitsmittel und Technologien

Die Arbeitsmaterialien umfassen Texte, Datenbanken, Softwarelösungen wie CAT-Tools, Terminologiedatenbanken und Tools für Qualitätssicherung.

Arbeitsorte

Die Arbeit findet je nach Spezialisierung in Büros, Konferenzräumen, Gerichtssälen, Behörden oder im Homeoffice statt. Mobilität und flexible Einsatzorte sind häufig erforderlich

Arbeitsbereiche/Branchen

  • Freiberuflich: Viele Übersetzerinnen und Übersetzer arbeiten freiberuflich im eigenen Büro oder in einem Co-Working-Space erledigt werden. Als Freiberufler tragen sie selbst die Verantwortung für Akquise, Organisation und Abrechnung ihrer Projekte. Sie arbeiten häufig projektbasiert für verschiedene Kunden, darunter Unternehmen, Übersetzungsagenturen, Verlage oder auch Privatpersonen.
  • Angestellt: Übersetzerinnen und Übersetzer werden auch in Unternehmen, internationalen Organisationen, Behörden oder Übersetzungsagenturen fest angestellt.

Branchen im Einzelnen

  • Sprachdienstleistungen für den privatwirtschaftlichen Sektor, Unternehmen, Privatleute
  • Diplomatische Vertretungen, internationale Organisationen
    • Exterritoriale Organisationen und Körperschaften, z.B. EU-Parlament, EU-Kommission
  • Öffentliche Verwaltung
    • Allgemeine öffentliche Verwaltung – Gerichte und Behörden
    • Auswärtige Angelegenheiten

Berufsbeschreibung

Die Tätigkeit im Überblick

Die Arbeit findet je nach Spezialisierung in Büros, Konferenzräumen, Gerichtssälen, Behörden oder im Homeoffice statt. Mobilität und flexible Einsatzorte sind häufig erforderlich.

Aufgaben und Tätigkeiten

Worum geht es?

Übersetzer/innen übertragen schriftlich aus der Ausgangssprache in eine Zielsprache und überwinden damit Sprachbarrieren. Sie beherrschen mehrere Sprachen und Fachgebiete sowie deren jeweilige Terminologie.

Sprachen, Kulturen, Fachgebiete

Wo es darum geht, das geschriebene Wort in eine andere Sprache zu übertragen, sind Übersetzer/innen tätig. Dabei müssen sie sich nicht nur mit der Ausgangs- und Zielsprache, sondern ebenso mit der Ausgangs- und Zielkultur auskennen, um Missverständnisse zu vermeiden. Stets achten sie sorgfältig auf die Wirkung ihrer Wortwahl in der jeweiligen Zielkultur, berücksichtigen kulturspezifische Assoziationen, übertragen gekonnt Mehrdeutigkeiten oder sprachliche Bilder und berücksichtigen dabei das jeweilige Zielpublikum. Bedarfsweise nutzen sie dieses Wissen auch bei der Redaktion maschineller Erstübersetzungen.

Übersetzung, Texterstellung, Textredaktion

Ein klassischer Tätigkeitsbereich liegt in der Fachkommunikation: Dazu gehören die technische Redaktion (mehrsprachiges Erstellen und Optimieren von Texten fachlichen, insbesondere technischen Inhalts), das technische Fachübersetzen (situations- und funktionsangemessene, zielgruppengerechte Übertragung technischer Inhalte zwischen den Arbeitssprachen) und die Terminologie (strukturiertes Erfassen von Wissensbeständen über terminologische Datenbanken).

Von zunehmender Bedeutung sind Tätigkeiten im Bereich der Medien. Hierzu gehören die klassischen Medien (Radio, Fernsehen, Verlagswesen), aber auch bereits etablierte und sich neu entwickelnde Berufsfelder in den neuen Medien. Je nach Schwerpunktbildung sind dies beispielsweise Tätigkeiten in der Werbung, in sozialen Netzwerken, bei kleineren wie größeren Internetdiensten, im Videospielebereich oder im Bereich der Barrierefreien Kommunikation (Sprachmittlung für Personen mit Kommunikationseinschränkungen.)

Nicht zuletzt gehören Tätigkeiten im Bereich des Translationsmanagements (Gestaltung auch komplexerer Übersetzungsprozesse, oft mit Unterstützung digitaler Hilfsmittel) und der Translationstechnologie (Datenkuratierung, Entwicklung von Managementwerkzeugen, Optimierung von KI-Systemen) zu den Aufgaben von Übersetzern und Übersetzerinnen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Im internationalen Umfeld bieten Unternehmen und Organisationen berufliche Chancen. Im Inland werden Übersetzungen und andere sprachmittlerische Dienstleistungen bei Unternehmen, Gerichten, Behörden, der Polizei und Kommunen gebraucht, also überall dort, wo es um Teilhabe und Integration geht. Viele Übersetzerinnen und Übersetzer arbeiten freiberuflich, aber in den letzten Jahren werden wieder mehr Stellen von Unternehmen und Behörden angeboten.

Das Berufsfeld der Sprach- und Kulturmittlung entwickelt und verändert sich ständig und umfasst längst mehr als "nur" das klassische Fachübersetzen. Nach wie vor werden Fachtexte, oft in Risiko- und Hochrisikobereichen, übersetzt, also technische oder medizinische Dokumentationen, Verträge, Geschäftsberichte, Marketinginhalte etc. Daneben hat der mediale Bereich an Bedeutung zugenommen: Es werden Filme, Serien oder Marketingvideos untertitelt, Software und Videospiele lokalisiert, in Kunst und Theater Aufführungen übersetzt. In der Barrierefreien Kommunikation geht es zum Beispiel darum, Audiodeskriptionen für visuelle Inhalte zu erstellen oder komplexe Texte in Einfache oder Leichte Sprache zu übertragen.

Die Sprach- und Kulturmittlung ist Teil eines Prozesses, der je nach Fachgebiet ganz unterschiedlich sein kann. Zu diesem Prozess gehören Projektmanagement, die Gestaltung von Übersetzungsprozessen, aber auch die Beratung und Planung, welche digitalen Werkzeuge eingesetzt werden können, oder die Entwicklung solcher Werkzeuge (z. B. von Systemen für die maschinelle Übersetzung). Im weiteren Umfeld geht es um die Sprachtechnologie, wie z. B. die Entwicklung von Werkzeugen zur Arbeitserleichterung und zur Steigerung von Effizienz und Produktivität. Neben den sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten sind auch IT-Kenntnisse und organisatorisches Talent gefragt.

Es gibt also viele Möglichkeiten, die eigenen Stärken einzubringen und im beruflichen Umfeld seinen Platz zu finden.

Tätigkeitsbezeichnungen

  • Übersetzer/in
Berufsbezeichnung in englischer Sprache
  • Translator (m/f)
Berufsbezeichnungen in französischer Sprache
  • Traducteur/Traductrice

Tätigkeitsfelder

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Das Studium legt die Grundlagen für Tätigkeiten im Bereich des Übersetzens und weiterer sprachmittlerischer Dienstleistungen. Üblich sind u.a. Tätigkeiten in der Technischen Redaktion (Erstellen und Optimieren von Fachtexten), im Terminologiemanagement (strukturiertes Erfassen von Wissensbeständen über terminologische Datenbanken), im internationalen Management, in der öffentlichen Verwaltung und im Bereich der interkulturellen Begegnung. Zusätzliche Aufgabenfelder eröffnen sich im Bereich der Entwicklung und Verwendung digitaler Werkzeuge und von KI.

Kompetenzen

Das grundständige Studienfach Übersetzen vermittelt wissenschaftliche und praktische Grundlagen der Übersetzung: Hierzu gehören interkulturelle Kompetenz, Textanalyse und -produktion, der Umgang mit Fachsprachen, Terminologielehre und -praxis sowie der Umgang mit digitalen Werkzeugen in verschiedenen Kontexten des Tätigkeitsfelds. Ein Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum sind zwar meist optional, es empfiehlt sich aber sehr, das vorhandene Angebot zu nutzen. Ein Interesse an Sprachen und Fremdsprachenkenntnisse sind unverzichtbar.

Das Masterstudium der Übersetzung baut auf vorhandenen sehr guten Sprachkenntnissen auf und vermittelt, ggf. abhängig von einem gewählten Schwerpunkt, vertiefte Kompetenzen in der Theorie und den Methoden der Übersetzung. Hierzu können z. B. Aspekte des Translationsmanagements gehören, in denen der Aufbau von Übersetzungsprozessen und Fragen rund um das Qualitäts- und Risikomanagement von Übersetzungen behandelt werden. In der Regel erfolgt eine Spezialisierung, z. B. aufs Fachübersetzen, Medienübersetzen oder in Übersetzungstechnologien. Unabhängig von einer gewählten Spezialisierung ist Kompetenz im computergestützten Übersetzen (digitale Werkzeuge inkl. KI-Einsatz) unerlässlich.

 

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:
  • Computerlinguistik
  • Expertensysteme, Künstliche Intelligenz
  • Fachterminologie (geistes-, gesellschaftswissenschaftlich, juristisch, medizinisch, naturwissenschaftlich, technisch, wirtschaftlich
  • Lektorat
  • Literaturübersetzung
  • Maschinelle Spracherkennung
  • Natural Language Processing
  • Projektmanagement
  • Softwarelokalisierung
  • Technikübersetzen
  • Textverarbeitung

 

Weitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:
  • Kompetenzgruppe " Sprachkenntnisse"